Reisebericht Simbabwe, Botswana & Südafrika

Dass eine Kombinationsreise der beste Weg ist, um eine Ahnung von der endlosen Vielfalt Afrikas zu erhalten, erlebte Sarah Meschede, Produkt & Marketing Director bei LANDMARK, während ihres Aufenthaltes in Südafrika, Simbabwe und Botswana. Von ihren „Once in a lifetime“-Erfahrungen zwischen Safari und Genuss berichtet sie im Folgenden.

 
Meine Reise durch Simbabwe und Botswana auf freundliche Einladung unseres Partners Journey Beyond beginnt mit einem Zwischenstopp im südafrikanischen Johannesburg. Entsprechend der gewählten Fluggesellschaft gibt es natürlich auch Möglichkeiten direkt zum Victoria Falls Airport zu fliegen, was sicher etwas bequemer ist. Doch mein Kurzaufenthalt in „Joburg“, wie die Einheimischen ihre Stadt nennen, hat auch so einiges für sich, das stelle ich schnell fest. Hier übernachtet unsere kleine Gruppe von Reiseexperten im exklusiven Saxon Hotel, Villas & Spa.


ÜBERRASCHENDES JOHANNESBURG

Nach der Ankunft und dem Check-in steht aber erst einmal eine kleine Erkundungstour an. Sie führt uns ins Künstlerviertel Maboneng. Es ist faszinierend, wie sich die noch vor nicht allzu langer Zeit für ihre Armut und Kriminalität berühmt-berüchtigte Innenstadt von Johannesburg in dieses hippe Szene-Mekka verwandelt hat. Hier gibt es laufend spannende Ausstellungen in innovativen Galerien, und anschließend feiern die kreativen Köpfe in angesagten Clubs. In ehemaligen Industriegebäuden findet man heute einen Food Market, Restaurants und Cafés, Designer-Shops, ein Theater und ein Kino. Das Flair erinnert mich ein wenig an Brooklyn und Kreuzberg.
 
Unser nächster Stopp ist Soweto. Der Zusammenschluss mehrerer Townships im Südwesten von Johannesburg war während der Apartheid ein wichtiges Zentrum des Widerstandes gegen die Rassentrennung. Wer sich für diesen Teil der südafrikanischen Geschichte interessiert, dem empfehle ich eine privat geführte Tour auf der viele Hintergrundinformationen gegeben werden. In Soweto befindet sich auch das ehemalige Haus von Nelson Mandela, welches man besichtigen kann.
 
Nach all den spannenden Eindrücken freuen wir uns auf das Abendessen, das uns im Weinkeller des Saxon in wunderschöner Atmosphäre serviert wird. Es schmeckt exzellent und der Service im gesamten Hotel ist hervorragend. Mein Fazit: Der ideale Ort für einen Aufenthalt vor oder nach einer Rundreise, ob zum Relaxen oder um Johannesburg zu entdecken. Obwohl es mitten in der Stadt liegt, hat es einen angenehmen Resortcharakter.


WUNDER AUS WASSER: DIE VICTORIAFÄLLE UND DER SAMBESI

Am nächsten Tag geht es mit dem Flugzeug von Johannesburg zum Victoria Falls Airport in Simbabwe. Die Einreise erfolgt mit einem Touristenvisum, das vor Ort ausgestellt wird, etwas Zeit dafür sollte man einplanen. Der folgende kurze Transfer bringt uns direkt zu den weltberühmten Wasserfällen. Ob man sich ihnen zu Fuß oder mit dem Boot nähert oder sich sogar in den Devil’s Pool auf der Sambia Seite direkt an der Kante wagt, von welcher der Sambesi-Fluss in die Tiefe stürzt – sie sind ohne Zweifel aus jeder Perspektive absolut beeindruckend. Wir werden mit einem Helikopterrundflug überrascht und können von oben betrachten, wie die beeindruckenden Wassermassen 110 Meter hinab in die nur 50 Meter schmale Erdspalte fallen und als gewaltige Gischtwolken zurück nach oben geschleudert werden.

 

 

Wesentlich ruhiger, aber nicht weniger ergreifend ist die Sunset Cruise, die wir anschließend auf dem „Mighty Zambezi“ mit dem luxuriösen Boot Royal Zambezi unternehmen. Wir genießen den wunderschönen Anblick der Flusslandschaft – unter den wachsamen Augen von Nilpferden und Krokodilen – im Licht der untergehenden Sonne bei einem Glas Wein und Gourmet-Canapés.


SPAZIERGANG MIT ELEFANTEN UND FRÜHSTÜCK MIT EINEM GEPARD

Heute übernachten wir im Elephant Camp. Darauf freue ich mich besonders und es stellt sich tatsächlich als eines der außergewöhnlichsten Hotels rund um die Victoriafälle heraus. Nicht nur wegen der Elefanten, denen man hier zum Beispiel bei Spaziergängen ganz nah kommen kann, sondern auch wegen eines ganz speziellen Bewohners in der Nachbarschaft: einem Gepard namens Sylvester. Er wurde als zwei Tage altes Baby von einem Ranger alleine im Busch gefunden und von Menschen groß gezogen. Heute lebt er in einem großen Sanctuary und ist als Botschafter seiner Spezies regelmäßig im Einsatz. Lesen Sie in den nächsten Wochen die komplette Geschichte über Sylvester in unserem Blog.
 
Das gemütliche Busch-Feeling, die Fülle der im privaten Wildschutzgebiet des Camps angebotenen Aktivitäten und die zusätzlichen vielfältigen Möglichkeiten, die nahen Victoriafälle zu entdecken machen diesen Ort zu einem Highlight der Region.
 
Am nächsten Tag überrascht uns Sylvester dann persönlich beim Frühstück und stellt sich freundlicher Weise zu einer gemeinsamen Fotosession zur Verfügung – wirklich interssieren tut er sich jedoch nur für die weite Landschaft und was es darin spannendes zu entdecken gilt. Eine Großkatze aus dieser Nähe zu erleben verdeutlicht mir ihre Kraft und Eleganz. Nach diesem für uns alle überwältigendem Erlebnis begeben wir uns noch einmal zu den Wasserfällen, um sie aus der Nähe zu bewundern. Dass wir dabei nass werden, nehmen wir angesichts ihrer überwältigenden Schönheit gerne in Kauf.

 

 


HIGH-END SAFARIERLEBNISSE IN BOTSWANA

Und schon geht es weiter in das nächste High-end-Safariland. Während einer etwa zweistündigen Busfahrt überqueren wir die Grenze nach Botswana und reisen in Kasane ganz unkompliziert in Botswana ein. Hier steigen wir in ein Kleinflugzeug um und fliegen 50 Minuten in das Selinda Game Reserve. Mir wird wieder einmal bewusst, warum man als Gast sein Hab und Gut in weichen Taschen unterbringen muss, die Gepäckluken der Kleinflugzeuge sind klein und ohne Schieben und Quetschen geht es nicht. Bei Ankunft warten bereits Ranger und Tracker der Lodge auf uns, die uns ersteinmal ein Getränk und Snacks anbieten und dann während der 50 minütigen Fahrt zum Selinda Camp,  in dem wir die kommende Nacht verbringen, bereits ein paar spannende Informationen über Botswana bereit halten. Der Jeep bietet Platz für maximal 6 Safarigäste, dies garantiert für jeden eine optimale Sicht auf die Tierwelt und Landschaft. Im Camp angekommen werden wir sehr herzlich empfangen und sind von der Aussicht in das weite Sumpfgebiet überwältigt.

 

 

Das Camp liegt am Ufer des östlichen Selinda-Spillway-Kanals, der das Okavango-Delta mit den Sumpfgebieten, Flüssen und Auen der Regionen Linyanti und Kwando verbindet. Selbst bei niedrigem Wasserstand macht die Landschaft hier sprachlos. Ich kann es kaum erwarten sie näher zu erkunden und daher brechen wir direkt zum ersten Game Drive auf. Dabei bekommen wir gleich fantastische Einblicke in die facettenreiche Tierwelt. Wir sehen viele Giraffen, Zebras, Warzenschweine, Gnus, Impala- und Kudu-Antilopen und erhalten einen Eindruck von der unheimlich vielfältigen Vogelwelt. Nach zwei Stunden machen wir einen Stopp an einem kleinen See, in dem sich einge Nilpferde zusammen gefunden haben. Da wir uns in einem privaten Reservat befinden, können wir hier den Sonnenuntergang bei einem Amarula auf Eis oder einem Glas Weißwein in Ruhe geniessen und brechen erst wieder in Richtung Camp auf, als es schon dunkel ist. Dort treffen wir am Lagerfeuer weitere Gäste des Camps und sind fast etwas neidisch als wir hören, dass sie bereits einige Leoparden gesichtet haben – die Aufgabe für unseren Ranger am nächsten Morgen steht somit fest!

 

 

Nach einem ereignisreichen Tag ziehen wir uns in unsere Zelte im Selinda Camp zurück. Sie bieten alles, was man braucht, und wer Lust auf rustikales Safari-Ambiente hat, wird sich hier wohlfühlen.

Der nächste Morgen beginnt erneut mit einer Pirschfahrt. Dabei treffen wir dann unsere ersten Großkatzen in der Wildnis, zwei Geparden-Brüder, die gemeinsam auf der Jagd waren und, Auftrag erfüllt, entdecken wir eine Leopardendame, die es sich nach dem  Frühstück in einem Baum bequem gemacht hat.

 

 

Anschließend steht eine Besichtigung im Zarafa Camp, das zu Relais & Chateaux gehört, auf dem Programm. Ich fühle mich augenblicklich in den Film „Jenseits von Afrika“ versetzt, so wunderschön ist es im kolonialen Safaristil gestaltet. Von den großen, behaglichen Luxuszelten hat man einen traumhaften Blick auf die Natur und kann die atemberaubenden Impressionen von der Flora und Fauna direkt fotografisch festhalten, denn in jedem Zelt steht eine professionelle Canon-Kamera mit komplettem Zubehör bereit.


ABENTEUER OKAVANGO-DELTA

Dann geht es mit unserer kleinen Maschine weiter ins Okavango-Delta, zum Abu Camp. Die Flugzeit beträgt 30 Minuten, gefolgt von einer 20-minütigen Fahrt über Land und durch das Wasser. Das Camp wurde vor acht Jahren rundum erneuert und ist immer noch in einem Topzustand, modern und hell, mit insgesamt nur sechs Zeltsuiten, die alle über einen eigenen Pool verfügen und sehr großzügig sind.

 

 

Das Abu Camp ist der Ursprung der Elefanten Safaris und ich bin mir zu Beginn noch nicht ganz sicher, ob ich die Attraktion gut finde oder nicht – entscheide mich aber die Elefanten noch am gleichen Abend zu treffen und mir ein eigenes Bild davon zu machen. Wenn man die majestätischen Tiere und ihre Pfleger im Umgang miteinander sieht, wird einem Klar, das es nicht um eine typische Touristenattarktion handelt, sondern einem respektvollen Umgang miteinander. Nach einem kurzen Kennenlernen der Tiere machen wir uns auf in den Busch und sind fasziniert von der Leichtfüßigkeit der Dickhäuter und der völlig anderen Perspektive auf den Busch, die uns dieser Spaziergang bietet. Einer der kleineren Elefanten entscheidet sich spontan vergnügt ein Bad zu nehmen, woraufhin ihm ein zweiter folgt.  Wir warten geduldig und sind neidisch auf das erfrischende Bad, denn die afrikaische Sonne brennt. Als sie fertig sind, verlassen sie mit einem gemeinschaftlichen „Törööö“ die Wasserstelle. Schließlich gelangen wir zu einem kleinen See, an dem bereits eine Bar mit Erfrischungen und Snacks aufgebaut ist. Hier verbringen wir einen wunderschönen Abend, bis die Sonne am Horizint untergangen ist und begeben uns dann zurück ins Camp, wo ein köstliches Dinner auf uns wartet. Neben den Begegnungen mit den Elefanten und dem köstlichen Dinner überzeugt mich dieser Ort mit Stil, freundlichem Personal und den von den erfahrenen Guides äußerst professionell durchgeführten und sehr exklusiven Safaris in luxuriösen Fahrzeugen mit nur vier Sitzen.

 

Reisebericht Simbabwe, Botswana & Südafrika: Entspannter Löwe
Löwe auf Streifzug durch die Landschaft

Bevor es am nächsten Morgen weitergeht, unternehmen wir in der Frühe noch eine weitere Pirschfahrt. Schade, dass das Okavango Delta aktuell noch nicht ausreichend Wasser trägt, denn Ausflüge mit dem Mokoro (einem traditionellen Kanu) sind erst ein paar Monate später möglich – aber das macht nichts, ich weiß jetzt schon, dass ich Botswana nicht das letzte Mal besuche. Und plötzlich treffen wir einen männlichen Löwen und begleiten ihn mehr als eine Stunde lang bei seinem Streifzug durch die Landschaft. Er ist ziemlich entspannt und von unserer Anwesenheit überhaupt nicht beeindruckt. In der Ferne hören wir einen weiteren Löwen brüllen, woraufhin der vor uns mit einstimmt, was ich in der Magengrube spüren könnte. Kein Zweifel, der Löwe ist der König der Tiere.

 

 

Wir machen uns auf direktem Weg zum Airstrip, der noch kurz „geputzt“ werden muss, was soviel heisst wie quer rüber fahren um die unzähligen Zebras und Impala zu verscheuchen, damit die kleine Maschine überhaupt landen kann. Nun machen wir uns auf den Weg zum Sanctuary Chief‘s Camp. Es ist frisch renoviert, nach höchsten Standards eingerichtet und eher wie ein Hotel als wie ein reines Safaricamp strukturiert. Ich empfehle, es mit einer Lodge in einem privaten Konzessionsgebiet zu kombinieren, um die einzigartige Natur auch nach Einbruch der Dunkelheit erleben zu können. Denn im Chief’s Camp, welches im Moremi-Nationalpark liegt, sind Pirschfahrten nur nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang möglich. Dennoch wird hier eine Fülle an Wildlife geboten: Wir sehen abends eine entspannte Löwengruppe, eine aufmüpfige Hyäne, Zebras und Giraffen und am nächsten Morgen Breitmaulnashörner – damit haben wir die alle Mitglieder der Big 5 während unseres Aufenthaltes in Botswana angetroffen und sind glücklich.


UND ZUM SCHLUSS: GENUSS!

Die letzte Station unserer Reise führt uns erneut nach Südafrika, diesmal in die Kapregion. Hier werden wir erwartet und in die nicht weit entfernte Weinregion nach Franschhoek chauffiert, genauer gesagt zum LEEU Estates. Das Weingut bietet eine wundervolle Aussicht auf die malerische Landschaft. Die Location ist wunderschön, die Speisen und Weine exzellent. Insgesamt ist das Hotel sehr luxuriös und professionell geführt. Ein Ort, an dem man herrlich entspannen und mit allen Sinnen genießen kann. Bis in den kleinen Ort Franschhoek fährt man lediglich fünf Minuten, dort gibt es schöne Souvenir Shops, Restaurants und Cafés. Die Zimmer und Suiten des LEEU Estates sind in Cottages untergebracht und weitläufig im Gelände verteilt. Wer kurze Entfernungen mag, dem empfehle ich das Vineyard Cottage, das im Vergleich zu den anderen Cottages in der kürzesten Entfernung zum Manor House liegt. Während meines Aufenthaltes komme ich in den Genuss eines Winetastings der Mullineux & LEEU Family Wines sowie einer entspannenden Massage im LEEU Spa – beides wird auf hohem Niveau angeboten. Man merkt, dass wir uns in der Hochsaison befinden, denn das Wetter ist traumhaft und ein Nachmittag an einem der Pools bietet sich an – ich kann mir keinen besseren Ort vorstellen, eine erlebnisreiche Safari Revue passieren zu lassen als hier.

 

 

Am nächsten Tag schauen wir uns zwei weitere Hotels der LEEU Collection an. Das LEEU House liegt ideal inmitten von Franschhoek und verbindet eine gemütliche Atmosphäre mit modernem Stil. Auch das Le Quartier Français eignet sich hervorragend, um die Gourmethauptstadt Südafrikas zu entdecken. Das Tapas Lunch im LQF erfüllt meine Erwartungen und schmeckt fantastisch. Die öffentlichen Gästebereiche sind sehr schön gestaltet und bald werden die Zimmer komplett renoviert.

 

 

Nach diesen mit unglaublich vielfältigen Erlebnissen angefüllten Tagen in Südafrika, Simbabwe und Botswana heißt es Abschied nehmen von Afrika. Von Kapstadt fliege ich zurück nach Deutschland und freue mich schon auf meinen nächsten Aufenthalt auf diesem facettenreichen Kontinent, der mich immer wieder zu überraschen und berühren weiß.
 

Gerne erzähle ich Ihnen noch mehr von meinen Begegnungen mit Mensch und Natur und berichte Ihnen im Detail von den Camps und Lodges, die ich besucht habe. Ich freue mich auf Ihren Anruf unter +49 221 170 007 993.

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