Reisebericht Marrakesch

Bisher habe ich viele Dinge über Marrakesch gelesen und gehört, so dass ich bereits vor meinem Besuch ein gewisses Bild im Kopf hatte. Ich dachte an turbulente Souks und einen ebenso turbulenten Straßenverkehr, herzliche und gastfreundliche Menschen und kleine Hotels, die einen entspannen und zur Ruhe kommen lassen. Die Kombination dieser Gegensätze macht für mich die Magie dieser faszinierenden Stadt aus. Auf meiner – leider zu kurzen – Reise tauche ich tief ein in eine so historische wie kosmopolitische Metropole, die ihre Besucher auf eine vielfältige Weise immer wieder etwas Neues entdecken lässt. Und stelle fest, dass ich auf jeden Fall wiederkommen muss. Doch das nächste Mal mit mehr Zeit im Gepäck!

 

Was mich am meisten bei meinem Besuch überrascht, ist der allgegenwärtige Kontrast. Der Flughafen ist modern und großzügig und auch die ersten Minuten im Bus, während bunte Reklametafeln an uns vorbeiziehen und wir uns auf einem prächtigen Boulevard bewegen, lassen das Gefühl aufkommen, überall zu sein, nur nicht in Marokko. Doch dieses Gefühl währt nicht lange und als wir das Stadtzentrum auf unserem Weg zum ersten Hotel durchqueren, spüre ich deutlich den Charme, der Marokko umgibt. Doch erst einmal heißt es ankommen und sich von der Anreise erholen.

 

 

Am nächsten Tag ist es dann endlich soweit und wir unternehmen einen Ausflug in die geschäftige Medina Marrakeschs. Mit den Worten, dass unsere Reisegruppe zusammenbleiben soll, beginnt eine Reise in die verwinkelten Gassen, die nur so vor Leben pulsieren. Fremde Gerüche, Mopeds, Eselskarren und das laute Feilschen der Händler ziehen mich sofort in den Bann und immer tiefer tauchen wir ein in das Gassengewirr, wo es überall etwas zu entdecken gibt. Es fällt mir schwer alles in mich aufzunehmen, so dass es wahrlich Sinn macht, öfter Streifzüge während des Aufenthaltes zu unternehmen. Trotz der Hektik fühle ich mich aber nie unwohl und würde am liebsten auf eigene Faust losziehen und mich treiben lassen.

 

Auch der letzte Tag überrascht mich mit neuen Einblicken in diese einmalige Metropole. Bevor wir den Abend und das Ende der Reise auf dem Gauklerplatz, dem Djemaa el Fna, ausklingen lassen, besuchen wir noch einen Ort, der eng mit dem Erbe eines französischen Modeschöpfers verknüpft ist. Yves Saint Laurent war so von Marokko fasziniert, dass er zunächst zwei Anwesen in der Medina erwarb und im Jahre 1980 schließlich den Jardin Majorelle, den Garten Majorelle. Majorelle war ein französischer Maler, der die Idee hatte Pflanzen von fünf Kontinenten in einem Garten anzupflanzen und zu einem großen Kunstwerk zu vereinen. Als Yves Saint Laurent den verwilderten Garten entdeckte, dem nach dem Tode Majorelles keinerlei Pflege zuteil geworden war, ließ er ihn wieder herrichten. Als ich durch den Garten schlendere, muss ich zugeben, dass er wie ein Kunstwerk wirkt und immer wieder beeindruckende Fotomotive liefert. Kein Wunder also, dass Yves Saint Laurent hier viel Zeit verbrachte und auch seine Asche über dem Garten verstreut wurde. Anschließend besuchen wir noch das 2017 eröffnete Museum des Modeschöpfers, welches in einem architektonisch interessanten Gebäude untergebracht ist und in dem es viele Exponate zu bestaunen gibt.

 

 

Der letzte Abend könnte besser nicht werden, sind meine Gedanken, als ich bei einem traditionellen marokkanischen Minztee auf einer Terrasse hoch über dem Djemaa el Fna die Aussicht genieße. Von hier oben lässt sich das bunte Treiben bestens überschauen und man kann die Atmosphäre wunderbar in sich aufnehmen. Die fliegenden Händler, Wahrsager, Schlangenbeschwörer, Einheimische und Touristen, die dampfenden und beleuchteten Essstände bilden eine Komposition, die orientalischer nicht sein könnte. Stunden könnte ich damit zubringen hier oben zu sitzen und der lebensfrohen Musik zu lauschen, ständig diesen herrlichen Duft in der Nase, der mir verrät, an einem exotischen Ort zu sein. Immer noch begeistert von dieser Erfahrung kann ich eine Reise nach Marokko überaus empfehlen. Dieser Mix, der seinesgleichen sucht, lässt einen auch nach der Abreise kaum wieder los. Es ist eine Erfahrung, die man unbedingt gemacht haben sollte.

 


MEINE HOTELEMPFEHLUNGEN

 

Aus unserem Portfolio habe ich die beiden Hotels La Villa des Orangers und La Sultana Marrakech besucht und beide haben mich auf ihre Art verzaubert.

 

La Villa des Orangers

Nicht weit entfernt vom Gauklerplatz entfernt liegt das La Villa des Orangers. Das zu Relais & Chateaux gehörende Hotel hat einen ganz besonderen Charme und ist in einem ursprünglichen Riad untergebracht. Riad bedeutet Garten und kommt aus dem Arabischen. Ein marokkanisches Riad besitzt neben dem Erdgeschoss noch ein Obergeschoss und meist eine Dachterrasse. Das Besondere aber sind die tollen Innenhöfe, die liebevoll gestaltet und mit gemütlichen Sitzgruppen und oft auch mit Pools ausgestattet sind. Die Innenhöfe des La Villa Villa des Orangers, das übrigens nur 28 Zimmer und Suiten besitzt, beeindrucken mit vielen Orangenbäumen und die Dachterrasse eröffnet einen traumhaften Blick über die Medina. Neben der Lage hat mich die ausgezeichnete Küche überzeugt.

 

La Sultana Marrakech

Ganz unscheinbar ist der Eingang zum La Sultana Marrakech, welches fußläufig vom Gauklerplatz und der Koutoubia-Moschee entfernt liegt. Wir verlassen das hektische Treiben der belebten Straßen Marrakeschs und betreten das Riad-Hotel. Das Erste, was mich umgibt ist eine unbeschreibliche Ruhe. Plötzlich scheint der Trubel der Stadt ganz weit weg. An diesem Ort der Entspannung gibt es nur 28 stilvolle Zimmer und Suiten, deren orientalischem Charme sich niemand entziehen kann. Besonders beeindruckt bin ich von der großen Dachterrasse, von der man bis zum majestätischen Atlasgebirge blicken kann. Nachdem ich hier oben bei herrlichen Temperaturen einen leckeren Lunch mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel des Atlasgebirges eingenommen habe, möchte ich diesen Moment der Zufriedenheit am liebsten für immer festhalten.

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